Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Strukturelle Anbindung / Aufbau und Struktur

Das Zentrum für Schlüsselqualifikationen (ZfS) (Gründung 2002 als zentrale Einrichtung) ist seit April 2010 eine Abteilung der Freiburger Akademie für Universitäre Weiterbildung (Stabsstelle Prorektorat Studium und Lehre) und verantwortet fakultätsübergreifend Lehrveranstaltungen im Bereich Berufsfeldorientierte Kompetenzen (BOK) für B.A.- und B.Sc.-Studierende sowie im Modul Personale Kompetenz (MPK) für Studierende des modularisierten Lehramts (GymPO I).

Der obligatorische BOK-Bereich ist für alle B.Sc.-Studiengänge in einen internen und externen BOK-Bereich aufgeteilt: Von den geforderten mindestens 20 ECTS-Punkten im BOK-Bereich müssen im Schnitt 10 ECTS-Punkte in Veranstaltungen des ZfS erworben werden (externer BOK-Bereich). Die restlichen mindestens 10 ECTS-Punkte werden von den jeweiligen Fakultäten/Fächern angeboten (interner BOK-Bereich). B.A.-Studierende erwerben im obligatorischen Ergänzungsbereich 20-30 ECTS-Punkte, davon mindestens 8 ECTS-Punkte im BOK-Bereich des ZfS. Der vom ZfS angebotene BOK-Bereich gliedert sich in die Kompetenzfelder Management, Kommunikation, Medien, EDV und Fremdsprachen.

Im ebenfalls obligatorischen MPK-Bereich erwerben die Lehramtsstudierenden 6 ECTS-Punkte.

Das ZfS ist auch ein Anbieter für Jura-Studierende, die einen Nachweis im Bereich Schlüsselqualifikationen für das Staatsexamen vorlegen müssen. Freie Plätze in den Lehrveranstaltungen werden an alle Studierenden der Universität vergeben.

Mit im Schnitt ca. 220 Lehrveranstaltungen und ca. 3.500 Teilnehmenden pro Semester stellt es die größte Lehreinheit der Universität Freiburg dar. Das bedarfs- und praxisorientierte Lehrangebot wird überwiegend durch Lehrbeauftragte aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Schule gestaltet.

Die Zuständigkeit der Fakultäten für das BOK- und MPK-Lehrangebot ist durch die Qualitätskommission des ZfS gesichert: Ihre Aufgabe ist die Entscheidung über das Lehrprogramm, die Vergabe der Lehraufträge und die Entscheidung in grundsätzlichen Angelegenheiten, die das Lehrangebot des ZfS betreffen. In der Kommission sind alle Fakultäten über die jeweiligen Studiendekane bzw. -dekaninnen vertreten. Darüber hinaus sind Verantwortliche des Medienzentrums, des Rechenzentrums und des Sprachlehrinstituts Mitglieder der Kommission, der noch drei studentische Vertreter/innen sowie ein/e Vertreter/in der Studien- und Prüfungsorganisation angehören.

Konzept

Um dem Anspruch an eine bedarfsorientierte Lehre gerecht zu werden, fand die grundlegende Konzeptionierung der Bereiche in einem mehrstufigen Verfahren statt: Neben eigenen Erhebungen wurden Sekundäranalysen vorhandener Arbeitsmarktstudien betrieben und die Erkenntnisse zusammengeführt, auf der anderen Seite fanden zahlreiche Experteninterviews mit Vertretern/Vertreterinnen der Fächer, der Arbeitgeber und Berufsverbände sowie Studierenden statt.

Die laufende Programmentwicklung umfasst die folgenden Aspekte und Vorgehensweisen:

  • Regelmäßige Berücksichtigung aktueller Studien
  • Initiierung und Durchführung eigener Studien (z. B. im Rahmen eines 3jährigen Projektes;  bundesweite Befragung von Arbeitgebererwartungen an Bachelor-Absolventen und Absolventinnen)
  • Auswertung des Beleg- und Wahlverhaltens der Studierenden nach jedem Semester
  • Benchmarking
  • Experten- und Expertinnengespräche mit Arbeits-marktvertretern/-vertreterinnen
  • Austausch mit Vertretern und Vertreterinnen der B.A.- und B.Sc.-Studiengänge
  • Studentische Anregungen (auch aufgrund beständiger Lehrevaluation) und Nachfrage

Austauschrunden mit ZfS-Lehrbeauftragten, die zum großen Teil aus der außeruniversitären Praxis kommen und so aktuelles Wissen um Qualifikationsbedarfe direkt in die Lehrveranstaltungen einbringen.

Der Arbeit des ZfS, der Konzeption und Organisation der Lehrveranstaltungen liegt das Leitbild einer aktiven Handlungsorientierung der Lernenden in einem selbstgesteuerten Lernprozess zu Grunde. Lernen soll in einem aktivierenden, motivierenden Umfeld stattfinden, das immer wieder Reflexion über die eigenen Lernziele und Fortschritte ermöglicht, das individuell auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden eingeht, sich an hochschuldidaktischen Erkenntnissen messen lassen kann und darüber hinaus bedarfs- und praxisorientiert ist. In den teilnehmerbegrenzten Lehrveranstaltungen kommen demzufolge interaktive, partizipative und problemorientierte Methoden zum Einsatz.

Programm

Der BOK-Bereich bietet den Studierenden die Möglichkeit, Einblicke in mögliche Berufsfelder zu erhalten, Kontakte zu knüpfen und Zusatzqualifikationen mit einem persönlichen Profil zu erwerben. Im BOK-Bereich werden durch team-, praxis- und problemorientiertes Arbeiten übergreifende Schlüsselqualifikationen gefördert, es entsteht Raum für eine Auseinandersetzung mit den eigenen Kompetenzen und Wünschen, mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes und mit anderen Disziplinen. In allen fünf Bereichen wird darauf geachtet, dass ein ausreichend großes Angebot an grundlegenden Veranstaltungen realisiert wird. Dieses wird erweitert durch Spezialmodule sowie durch Module, in denen Studierende explizit übergreifende Berufsfelder (z. B. Journalismus) kennenlernen und die dort nötigen Qualifikationen erwerben. Darüber hinaus finden sich in allen Bereichen so genannte Praxismodule, in denen ein großer Teil des obligatorischen Selbststudiums als praktische Tätigkeit z. B. beim UniRadio, beim Uni-TV, in einer Zeitung oder einer sozialen Einrichtung geleistet wird.

Lehrprogramm Management

Lehrprogramm Kommunikation

Lehrprogramm Medien

Lehrprogramm EDV

Lehrprogramm Sprachen

Lehrprogramm MPK

Spezielle Angebote:

Das Modul "Kompetenztraining Praktikum: Strukturierte und begleitete Praxisphase" bietet vor allem Bachelor-Studierenden, die in ihrem Hauptfach kein Pflichtpraktikum absolvieren müssen, die Möglichkeit, sich ein Praktikum von vier oder sechs Wochen Dauer für den BOK-Bereich anerkennen zu lassen. Da das ZfS Bachelor-Studierende aller Fakultäten versorgt, handelt es sich bei diesem integrierten Praktikum nicht um ein Fachpraktikum. Für dieses Modul erhalten die Studierenden sieben ECTS-Punkte für ein vierwöchiges Praktikum bzw. neun ECTS-Punkte für ein sechswöchiges Praktikum.

Folgende Ziele werden durch das Modul verfolgt: Studierende erhalten Einblicke in mögliche Berufsfelder, sie lernen die Arbeitswelt kennen und sammeln Praxiserfahrung, stärken ihre im Studium erworbenen Schlüsselqualifikationen, erkunden ihre persönlichen Stärken und vergrößern ihre Handlungskompetenz.

Das Modul "Interkulturalität in der Praxis: ein interkulturelles Kompetenztraining mit Auslandsaufenthalt" richtet sich speziell an Studierende, die einen mindestens vierwöchigen, durchgehenden Auslandsaufenthalt (z. B. Sprachkurs, Workcamp, Praktikum, Aufenthalt bei einer Gastfamilie, Reise, Forschungsaufenthalt, etc.) in der vorlesungsfreien Zeit planen und diese Zeit intensiv nutzen möchten, um ihre interkulturelle Kompetenz zu verbessern. Im Mittelpunkt steht die Verzahnung von Theorie (zum Thema Interkulturalität) und Praxis (während eines selbst organisierten Auslandsaufenthalts). Das Modul bietet somit die Möglichkeit, interkulturelle Handlungskompetenz "im Feld" zu erproben und sich mit diesen Erfahrungen für internationale und interkulturelle Arbeitsfelder zu qualifizieren.

Die Gründungs-Akademie am ZfS steht für die Vermittlung von unternehmerischem Denken, Wissen und Handeln und ist ein Angebot des Gründerbüros der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in Kooperation mit dem Zentrum für Schlüsselqualifikationen. Darüber hinaus bietet das Gründerbüro in Zusammenarbeit mit dem ZfS für Studierende die Möglichkeit, das Zertifikat uniEntrepreneur zu erwerben