"Können Schlüsselqualifikationen bilden? Zur Rolle der Schlüsselqualifikationen an den Universitäten"

Bildungstagung vom 5.-6. Juni 2014 im Kloster Hegne bei Konstanz

Das Forum Schlüsselqualifikationen (SQ) der Baden-Württembergischen Universitäten veranstaltete vom 5.-6. Juni 2014 im Kloster Hegne bei Konstanz anlässlich des 10jährigen Bestehens des Forums SQ eine Arbeitstagung zum Thema: "Können Schlüsselqualifikationen bilden? Zur Rolle der Schlüsselqualifikationen an den Universitäten".

Ankündigung

Schlüsselqualifikationen sind ein Kernstück der Bolognastudienreform. Mit ihnen werden diejenigen Ziele der Reform verbunden, die jenseits von Forschung und Wissenschaft, jenseits der disziplinären Studieninhalte auf die Berufsbefähigung der Studierenden zielen und den Ausbildungsaspekt eines wissenschaftlichen Studiums unterstreichen. Zusammen mit dem politischen Rahmen der Reform, mit dem institutionellen Umbau der Universitäten und der Studiengänge war dies von Beginn der Reform an nicht unumstritten. Die Universitäten haben je nach Ausrichtung auf ganz unterschiedliche Weise auf diese Forderung reagiert, mit unterschiedlichen Modellen der Verankerung von breit gefächerten Zusatzangeboten in der Lehre für die BA-Studiengänge, mit integrativen Angeboten in den Fächern.

In der gerade stattfindenden Revision des Bologna Prozesses ist zugleich eine Veränderung in den Inhalten und Lehrformaten der Schlüsselqualifikationsangebote festzustellen, die sich zwar in der Beschreibung der (Bildungs)ziele nach wie vor sowohl der Kompetenzrhetorik wie auch Bolognaformulierungen bedienen, aber durch die Erweiterung der Inhalte eben auch neue Fragen nach dem Zusammenhang von Bildung und Schlüsselqualifikationen im Studium aufwerfen.
Das Forum SQ, das sich in den letzten Jahren immer wieder kontrovers mit Fragen der Rahmenbedingungen, der Inhalte der SQ, der praktischen Lehrformate und der Ziele beschäftigt hat, möchte mit dieser Tagung nach 10 Jahren die Diskussion mit den Kolleginnen und Kollegen aus den anderen deutschsprachigen Universitäten und Einrichtungen und mit den Erziehungs- und Bildungswissenschaften zusammenführen.

Wir möchten uns offen über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der universitären (Aus)Bildung austauschen. Wir sehen die Notwendigkeit zu einer kritischen Bestandsaufnahme dessen, was wir tun, d.h. zu einer wissenschaftlichen Reflexion auf die heterogenen Bildungsziele (und deren Geschichte) und den Bildungsauftrag der Universität, auf die sich erweiternden Inhalte und Formate des SQ-Bereichs, auf die politischen, institutionellen, strukturellen und diskursiven Rahmenbedingungen unserer Arbeit und nicht zuletzt auf diejenigen, für die wir Lehre anbieten, die Studierenden, die in so unterschiedlichen Lebenswelten leben.

Die beiden Keynotes und die anschließende Podiumsdiskussion werden in das Thema einführen.
Für den Nachmittag und den 2. Vormittag sind sechs unterschiedliche thematische Workshops (in zwei Durchgängen) mit fachlichen Inputs und viel Zeit zur Diskussion vorgesehen, für die entweder eine oder zwei Universitäten/Einrichtungen verantwortlich zeichnen.

Wir erhoffen uns von der Tagung und den Diskussionen neue kritische Impulse für die inhaltliche Weiterentwicklung und strukturelle Verortung der Angebote zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen und überfachlicher Lehre.